Energieverbrauch in Gebäuden

Den Energieeinsatz im technischen Gebäudemanagement der KfW optimiert seit 2013 ein Energiemanager. Im Sinne von Umwelt und Wirtschaftlichkeit sorgt er dafür, die Effizienz von Prozessen und Anlagen weiter zu verbessern und neue Einsparpotenziale zu identifizieren. In ihre betriebsökologische Datenerfassung bezieht die KfW konzernweit alle eigenen Gebäude in Deutschland sowie möglichst alle angemieteten Gebäude ein. Seit 2012 erstellt sie vereinfachte Umweltbilanzen der Außenbüros, um sukzessive eine repräsentative Übersicht über deren Verbräuche zu gewinnen. Im Jahr 2014 bezog die KfW Bankengruppe in Deutschland 41.373 MWh Energie. Fast 60 % davon (23.278 MWh) stammten aus regenerativen Quellen, weitere rund 40 % (15.344 MWh) entfielen auf Erdgas.

Gegenüber dem Vorjahr sank der Verbrauch um rund 10 %, was vornehmlich auf die milde Witterung zurückzuführen ist. Der Strom für die eigenen sowie die meisten angemieteten Gebäude stammt ausschließlich aus regenerativen Quellen; 2014 vermied die Bank dadurch rund 12.600 Tonnen CO₂. Strom produziert sie ebenso selbst: Die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der KfW verfügen über eine max. Gesamtleistung von rund 115 Kilowattpeak. Das Blockheizkraftwerk (BHKW) am Standort Berlin wurde Anfang 2015 durch ein effizienteres ersetzt. Den in Frankfurt und Köln selbst produzierten Strom speisen KfW und DEG in das Stromnetz ein, an den anderen Standorten wird er für den eigenen Bedarf genutzt. Die Grundversorgung mit Wärme in den Frankfurter Gebäuden Ostarkade und Senckenberganlage gewährleisten zwei eigene Holzpelletkessel. Das Gebäude der DEG in Köln wird mittels umweltfreundlicher Fernwärme beheizt.

Bei Neubauten und Sanierungen achtet die KfW Bankengruppe auf höchste Effizienzmaßstäbe und bezieht externe Energieberater frühzeitig in die Planungen ein. Alle Neubauvorhaben der vergangenen fünf Jahre unterschreiten die laut Energieeinsparverordnung (EnEV) gesetzlich vorgegebenen Verbrauchswerte deutlich. Der Energiebedarf des voraussichtlich 2016 fertig gestellten Neubaus in der Bockenheimer Landstraße 104 in Frankfurt liegt rund 30 % unter den EnEV-Anforderungen. Die KfW erstellt dafür bis Mitte 2016 auf freiwilliger Basis eine Ökobilanz gemäß dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB). Diese umfasst die Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, darunter auch die Materialienwahl sowie die Auswirkungen auf die Biodiversität.

Das Nachhaltigkeitsprogramm der KfW Bankengruppe sieht bis 2017 zahlreiche weitere verbrauchsreduzierende Maßnahmen vor. Dazu zählen die energetische Sanierung der Kälte- und Wärmeversorgung des KfW-Campus Frankfurt sowie der weitgehende Einsatz von LED-Beleuchtung in allen Umbauprojekten, Revitalisierungen, Sanierungen und Neubauten. In der kürzlich sanierten Tiefgarage des KfW-Gebäudes Nordarkade kommt diese bereits seit Ende 2014 zum Einsatz und verbraucht rund 20 % weniger Energie als eine konventionelle Beleuchtungsanlage. Das Rechenzentrum und die IT-Infrastruktur sind für einen erheblichen Teil des konzernweiten Stromverbrauchs der KfW verantwortlich. Bei der Beschaffung von Endgeräten legt die Bank Wert auf Zertifizierungen wie EnergyStar, die einen ressourcenschonenden Verbrauch garantieren.

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