Den Wandel gestalten - Die KfW und ihr Auftrag

Die KfW Bankengruppe ist die Förderbank der Bundesrepublik Deutschland. Mit ihren Finanzierungen setzt sie sich für eine nachhaltige Entwicklung ein und treibt zukunftsweisende Ideen voran.

KfW Logo am Hauptsitz der KfW in Frankfurt am Main.

Die KfW Bankengruppe engagiert sich im staatlichen Auftrag dafür, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen zu verbessern – in Deutschland, Europa und der Welt. Dabei nimmt sie stets eine langfristige Perspektive ein und hat globale Entwicklungen im Blick. Eigentümer der KfW sind zu 80 % der Bund und zu 20 % die Bundesländer. Zusammen halten sie das Grundkapital in Höhe von 3,75 Mrd. EUR. Mit einer Bilanzsumme von 489,1 Mrd. EUR (2014) ist die KfW aktuell die drittgrößte Bank in Deutschland sowie eine der größten Förderbanken weltweit. Das Fördervolumen lag 2014 bei 74,1 Mrd. EUR und damit rund 2 % höher als im Vorjahr. Über ein Drittel der Mittel floss in den Klima- und Umweltschutz. Die KfW steht in regelmäßigem Austausch mit international tätigen Banken, arbeitet eng mit anderen Förderbanken zusammen und unterstützt Regierungen anderer Länder beim Aufbau von Förderbanken, zuletzt in Griechenland und Portugal.

Ihren Hauptsitz hat die KfW in Frankfurt am Main, weitere Standorte in Deutschland sind Berlin, Bonn und Köln. Weltweit ist sie mit Büros und Repräsentanzen an rund 80 Standorten vertreten. Konzernweit beschäftigte die KfW 2014 mehr als 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geschäftsführung und Vermögensverwaltung verantwortet ein sechsköpfiger Vorstand unter dem Vorsitz von Dr. Ulrich Schröder, der zugleich Umweltvorstand ist.

Nachhaltigkeit als Geschäftsziel

Als Förderbank übt die KfW eine staatliche Steuerungsfunktion aus. Sie ist den Aufgaben verpflichtet, die im 1948 erlassenen Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau („KfW-Gesetz“) festgeschrieben sind. Es wurde seither mehrfach den jeweils aktuellen Erfordernissen angepasst, zuletzt 2013. Im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes richtet die KfW ihre Finanzierungs- und Fördertätigkeit seit einigen Jahren an drei global wirksamen Megatrends aus:

  • Kampf gegen den Klimawandel, Anpassung an dessen Folgen sowie Schutz der natürlichen Umwelt
  • Bewältigung des demografischen Wandels Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einer globalisierten
  • Wirtschaft und Förderung des technischen Fortschritts

Weitere wichtige Themen sind die Bekämpfung von Armut, die allgemeine Unternehmensfinanzierung (insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen) sowie die Gründungsförderung. Darüber hinaus übernimmt die KfW Sonderaufgaben für den Bund.

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Förderung und Finanzierung im In- und Ausland

Organisatorisch gliedert sich die Förder- und Finanzierungstätigkeit der KfW Bankengruppe in das Inlands- und Auslandsgeschäft (siehe Organigramm).

Die inländische Förderung ist das größte Geschäftsfeld und unterteilt sich in zwei Geschäftsbereiche: Die Mittelstandsbank unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen, Existenzgründer und Startups mit Förderkrediten, Beteiligungskapital sowie Programmen zur Stärkung von Eigenkapitalbasis und Energieeffizienz. Im Geschäftsbereich Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute fördert die KfW private Investoren und Kommunen. Förder- und Geschäftsbanken in Deutschland und Europa refinanziert sie über programmbasierte oder zweckgebundene Globaldarlehen sowie strukturierte Produkte.

Gesamtgeschäft der KfW Bankengruppe 2014
in Mrd. EUR

Gesamtgeschäft der KfW Bankengruppe 2014

Das internationale Projekt- und Exportgeschäft verantwortet die KfW IPEX-Bank. Das 100-prozentige Tochterunternehmen der KfW finanziert die deutsche und europäische Exportwirtschaft, stärkt die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Zielländern und trägt dazu bei, die Rohstoffversorgung der Industrie zu sichern. Die KfW IPEX-Bank arbeitet dabei unter Wettbewerbsbedingungen.

Die Lebensbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern verbessert der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank. Im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) der Bundesregierung und mit eigenen Mitteln finanziert er Vorhaben in den Partnerländern der Bundesrepublik. Entwicklung fördert auch die 100-prozentige Tochtergesellschaft DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Sie berät und finanziert private Unternehmen bei Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern und stellt dafür aus eigenen Mitteln langfristige Finanzierungen bereit.

Sonderaufgaben des Bundes sowie Altgeschäfte der Beteiligungsfinanzierung betreut die KfW Beteiligungsholding GmbH. Strategische Beteiligungen in Höhe von 26 bzw. 25% hält die KfW an der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Berliner Energieagentur (BEA). An den ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Post AG (21 %) und Deutsche Telekom AG (17,4 %) hat sie sogenannte Platzhaltergeschäfte vom Bund übernommen. Über dessen Zuweisung hält die KfW Bankengruppe zudem 11 % der Stimmrechte an der Airbus Group. Ihr gesellschaftliches Engagement bündelt sie seit 2013 in der rechtlich eigenständigen, operativ tätigen KfW Stiftung.

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Refinanzierung über internationale Kapitalmärkte

Ihre Geschäftsaktivitäten deckt die KfW nahezu vollständig über die internationalen Geld- und Kapitalmärkte. Als einer der aktivsten und größten Anleihe-Emittenten der Welt gab sie 2014 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 57,4 Mrd. EUR an institutionelle Investoren in Deutschland und weltweit aus. Durch die explizite und direkte Garantie der Bundesrepublik Deutschland genießt die KfW die bestmöglichen Bonitätsbewertungen bei führenden Ratingagenturen. Unter den Anlageprodukten sind seit 2014 auch sogenannte Green Bonds für nachhaltig ausgerichtete Investoren.

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Förderung im Wandel der Zeit

  • 1948 beauftragt die angloamerikanische Besatzungsmacht die Einrichtung einer zentralen Stelle, die den Wiederaufbau in Deutschland finanziert. Nach Verkündung des „KfW-Gesetzes“ im November 1948 nimmt die „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ am 02. Januar 1949 ihre Geschäftstätigkeit auf.
  • In den 1950er Jahren beträgt der finanzielle Grundstock der KfW knapp 1 Mrd. EUR, gespeist aus den Mitteln des Marshallplans. Ende des Jahrzehnts kommen Exportfinanzierung, Mittelstandsförderung und erste Umweltprojekte als neue Aufgaben dazu.
  • 1961 erhält die KfW den gesetzlichen Auftrag zur Förderung der Entwicklungshilfe – ein Zeichen für die wirtschaftlich erstarkende Bundesrepublik.
  • In den 1970er Jahren macht die Ölkrise die Förderung von Energiesparen und Innovationen zu einem neuen Schwerpunkt der Arbeit der KfW.
  • Die 1980er Jahre stehen im Zeichen der Umwandlung der Entwicklungshilfe von der Kapitalhilfe zur Finanziellen Zusammenarbeit.
  • In den 1990er Jahren bringt die vorangegangene Wiedervereinigung Deutschlands das größte Förderprogramm der deutschen Geschichte ins Rollen. Bis zur Mitte des Jahrzehnts fließen rund 70 % der inländischen Förderung in die neuen Bundesländer.
  • Ab 2000 verändert sich die Förderbank so stark wie nie zuvor. Aus der Kreditanstalt für Wiederaufbau wird die KfW Bankengruppe. Mit dem Beschluss der Bundesregierung zur Energiewende 2011 bringt sie zahlreiche neue Förderangebote auf den Markt.

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