Nachhaltigkeits­strategie der KfW

Die KfW agiert ökologisch und sozial verantwortlich. Über konzernweit gültige Leitsätze, ein strukturiertes Management und klare Ziele verankert sie Nachhaltigkeit in ihrem Geschäft wie auch im Bankbetrieb.

Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dialog.

Grundlegender Auftrag der KfW Bankengruppe ist die Förderung. Neben dem Prinzip der Subsidiarität verfolgt sie dabei die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsstrategie sind dadurch eng miteinander verknüpft. Durch die „Erklärung zu Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung“ hat sich die KfW bereits 2003 gegenüber dem Deutschen Bundestag verpflichtet, bei allen umweltrelevanten Entscheidungen eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung anzustreben. Aufbauend darauf wurden 2006 die konzernweit geltenden Umwelt- und Sozialleitsätze eingeführt und 2012 zu Nachhaltigkeitsleitsätzen weiterentwickelt. Sie bilden den zentralen Orientierungsrahmen für die verantwortungsvolle Gestaltung der Finanzierungen und Geschäftsprozesse.

In ihrem Handeln orientiert sich die KfW an internationalen Nachhaltigkeitsrichtlinien. Bereits 1995 unterzeichnete sie die Erklärung der Finanzinstitute zur Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung des United Nations Environment Programme (UNEP FI), im Jahr 2008 die Menschenrechtserklärung des Business & Human Rights Resource Centre. Als bedeutender Finanzierer von Klimaschutz und Entwicklung engagiert sich die Bank imInternational Development Finance Club (IDFC) und derAssociation of European Development Finance Institutions (EDFI). Die KfW IPEX-Bank ist Mitglied der Equator Principles Associationhier).

Verankert im Kerngeschäft

Die Nachhaltigkeitsleitsätze der KfW gelten übergreifend für alle Geschäftsfelder und Tochtergesellschaften. Sie enthalten unter anderem die Vorgabe, rund ein Drittel des gesamten Neuzusagevolumens auf den Schlüsselbereich Klimawandel und Umweltschutz zu konzentrieren. Diese Zielquote ist Teil des Strategischen Zielsystems der KfW, das die mittelfristig angestrebte Positionierung der Bank definiert und verbindlich für die strategische Ausrichtung aller Geschäftsfelder gilt. Darin festgelegt sind ausgewählte Top-Level-Ziele auf Gesamtbankebene.

Die Nachhaltigkeitsleitsätze der KfW geben auch den Rahmen für die Verfahren und Standards der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen vor, denen die KfW ihre Fördervorhaben unterzieht (siehe hier), sowie eine Zielquote zur Realisierung von Chancengleichheit von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen. Den Nachhaltigkeitsleitsätzen nachgelagert sind thematisch fokussierte Nachhaltigkeitsrichtlinien, konzernweit etwa für den betrieblichen Umweltschutz (siehe hier) sowie für verantwortungsvolle Beschaffung (siehe hier).

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Klare Zuständigkeiten

Operationalisiert werden die Nachhaltigkeitsleitsätze über ein Managementsystem, das Verantwortlichkeiten und Verfahren festlegt. Die Gesamtverantwortung für die Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation der KfW liegt beim Vorstandsvorsitzenden. Aufgrund neu geordneter Zuständigkeiten hat er seit November 2014 auch die Funktion des Umweltvorstands inne. Zusammen mit den jeweils zuständigen Fachvorständen bzw. Geschäftsführungen von DEG und KfW IPEX-Bank gewährleistet er somit auch die operative Umsetzung der Nachhaltigkeitsthemen im Hinblick auf nachhaltige Finanzierungen und betrieblichen Umweltschutz.

Unterstützt wird er dabei vom Konzernbeauftragten Umwelt und Nachhaltigkeit, dem Beauftragten für den betrieblichen Umweltschutz sowie 15 Nachhaltigkeitsbeauftragten aus allen relevanten Organisationseinheiten. Die Konzernsteuerungsgruppe Umwelt und Klima (KUK) dient dem konzernweiten Austausch über Finanzierungsaktivitäten im Bereich Klima- und Umweltschutz und gibt Impulse zur Weiterentwicklung der Verfahren und Standards der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen. Ihr gehören unter anderem der Konzernbeauftragte Umwelt und Nachhaltigkeit sowie die fachspezifischen Nachhaltigkeitsbeauftragten und operativ Verantwortlichen aus allen Marktbereichen der Bank an. Relevante Themen des betrieblichen Umweltschutzes koordinieren der Beauftragte für den betrieblichen Umweltschutz und die vier Standortbeauftragten für betrieblichen Umweltschutz in der Arbeitsgruppe Betriebsökologie.

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Messbare Ziele

Für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleitsätze im Hinblick auf neue Herausforderungen erarbeitet der Konzernbeauftragte Umwelt und Nachhaltigkeit gemeinsam mit den Nachhaltigkeitsbeauftragten Vorschläge zur Beschlussfassung durch den Vorstand. Das Nachhaltigkeitsprogramm für die Jahre 2012 bis 2014 lief im Berichtsjahr aus. Das nachfolgende Programm, das Ziele und Maßnahmen bis 2017 festlegt, fokussiert unter anderem auf die Auswertung von Klimaschutzkenngrößen wie CO2-Vermeidungskosten, CO2-Einsparungen und Emissionsintensität („Carbon Footprint“) für relevante Teile des Zusageportfolios des Geschäftsbereichs KfW Entwicklungsbank. Weitere Schwerpunkte sind die Weiterentwicklung im „Verantwortlichen Investment“ durch Beteiligung an nationalen und internationalen Arbeitsgruppen sowie die Prüfung eines Anreizsystems zur CO2-Reduzierung bei personenbezogenen Dienstwagen (siehe hier).

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Nachhaltigkeitsansatz und zentrale Handlungsfelder

Mein Nachhaltigkeitsbericht

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