Gleich­berechtigung und Vielfalt

Die KfW strebt eine Kultur der Chancengleichheit an. Der bis Ende 2015 gültige Gleichstellungsplan basiert auf dem Bundesgleichstellungsgesetz und definiert unter anderem das Ziel, dass bis 2015 jede dritte Führungsposition weiblich besetzt ist. Frauen haben einen Anteil von 49,3 % an der Gesamtbelegschaft, sind im Management aber noch unterrepräsentiert: Der Frauenanteil im Management stieg damit auf 29,9 % (2013: 28,9 %). Zur Weiterentwicklung einer geschlechtersensiblen Unternehmenskultur verfolgt die KfW seit 2012 ein Gender Balance Programm, das 2013 mit dem Deutschen Personalwirtschaftspreis ausgezeichnet wurde. In zwei interaktiven Formaten und unter breiter Einbindung der Belegschaft entwickelte die Bank 2014 eine gemeinsame Zielwelt zum Thema Gender Balance.

Um insbesondere Frauen auf eine erstmalige oder erweiterte Führungsverantwortung vorzubereiten, etablierte die KfW ein konzernweites Mentoring-Programm. Im November 2014 ging es mit 27 Tandems aus allen Bereichen der Bank in die dritte Runde. Erfahrene Führungskräfte begleiten dabei den Führungsnachwuchs über mehrere Monate als persönliche Ansprechpartner und geben Impulse für die persönliche und berufliche Entwicklung (siehe Kasten). Das Instrument „KfW Shadowing“ wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt, die KfW-IPEX Bank führte es 2013 ein. Beschäftigte mit Interesse an einer Führungsaufgabe und Potenzial dafür begleiten dabei Führungskräfte und erhalten praxisnahe Einblicke in deren Führungsalltag.

Die KfW ist dem Wert der Vielfalt verpflichtet. Niemand darf aufgrund von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität benachteiligt werden. Wer dies dennoch empfindet, kann sich an eine Beschwerdestelle wenden. Im Berichtszeitraum wurden keine Verdachtsfälle gemeldet. Zwei Diskriminierungsklagen wurden jedoch von Bewerbern erhoben: Eine wurde zurückgenommen, im zweiten Fall wurde ein Vergleich geschlossen. Führungskräfte und Beschäftigte von KfW und KfW IPEX-Bank werden über ein Computerlernprogramm zum Thema Antidiskriminierung geschult. Die Dienstvereinbarung Fair Play der KfW enthält ein Beratungskonzept, das bei eskalierten Konflikten Lösungswege aufzeigt; geschulte Konfliktbeauftragte stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die gesetzliche Quote für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen hat die KfW 2014 mit 5,4 % erneut übertroffen.

Personalstruktur 2014

Zum 1. Dezember 2014 beschäftigte die KfW Bankengruppe 5.728 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Großteil in Deutschland. An den rund 80 Auslandsstandorten waren insgesamt 490 Personen, davon 126 Entsandte, tätig.

Frauen in Führungspositionen

Mentoring: Klarheit, Wahrheit und Vertrauen

Wo stehe ich beruflich? Wo möchte ich hin? Und schaffe ich es als Mutter von drei Kindern weiterhin, eine Führungsaufgabe in Einklang mit der Familie zu bringen? Diese Fragen bewogen Heike Pfenning, am Mentoring-Programm der KfW teilzunehmen. Auf ihrer Agenda hatte die Teamleiterin zudem ein aktuelles Thema: Der Veränderungsprozess, den die Bank durchläuft, betrifft auch ihr Team: einige Produkte fallen weg, andere kommen hinzu und mit ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. All das gilt es zu steuern. Wie sie dabei vorgehen soll und mit welcher Haltung, diskutierte Pfenning in regelmäßigen Vier-Augen-Gesprächen intensiv mit ihrem Mentor. Sie traf Dr. Jan Klasen dazu alle vier bis sechs Wochen, bei Bedarf war er auch telefonisch oder per Mail erreichbar. Mit seiner langjähriger Erfahrung als Führungskraft und Mentor sowie „Freude am Diskurs“ vermittelte er der Teamleiterin eine neutrale Sicht und hinterfragte Zusammenhänge. „Aufgabe des Mentors ist es, persönliche Themen in den Gesamtzusammenhang einzuordnen und persönliche Entwicklung zu ermöglichen“, sagt Klasen. Mit dem Ratschlag, Dinge auch mal laufen zu lassen und Konflikte auszuhalten, kam Heike Pfenning in der Umstrukturierungsphase gut voran: „Das offene und unvoreingenommene Feedback half mir sehr“, sagt sie. Das notwendige Vertrauen zu ihrem Mentor hatte sie rasch gefasst. Grundlage dafür ist absolute Vertraulichkeit. Aus Erfahrung weiß Klasen: Bei weiblichen Mentees geht es oft darum, den Glauben in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Heike Pfenning ist sich in ihrer persönlichen Standortbestimmung nun klar.

Im KfW Mentoring Programm: Heike Pfenning, Teamleiterin im Geschäftsbereich KfW Privatkundenbank
Im KfW Mentoring Programm: Dr. Jan Klasen, Leiter der Restrukturierungsabteilung der KfW .

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