Klimaneutraler Bankbetrieb und Ressourcen­­schutz

Klimaneutraler Bankbetrieb

Die verbleibenden betrieblichen CO2-Emissionen kompensiert die KfW konzernweit. Seit 2013 hinterlegt sie dazu auch den verbrauchten Ökostrom mit einem CO2-Faktor – und berücksichtigt damit die Tatsache, dass auch bei seiner Nutzung Emissionen entstehen. Auch der Stromverbrauch des externen Rechenzentrums wird seit 2013 in der Kompensation berücksichtigt. Die KfW Bankengruppe kauft dazu hochwertige Zertifikate des Clean Development Mechanism (CDM) am Markt ein und legt sie endgültig still. Im Jahr 2014 stammten sie aus dem Community Development Carbon Fund (CDCF) der Weltbank, der Projekte zur CO2-Reduktion in armen Ländern finanziert. Die Kompensation für 2014 erfolgte im Sommer 2015. Der Bankbetrieb der KfW ist somit konzernweit klimaneutral gestaltet.

Umgang mit Ressourcen

Die Westarkade der KfW in Frankfurt am Main, eines der energieeffizientesten Bürohäuser weltweit.

Der Wasserverbrauch der KfW Bankengruppe in Deutschland lag 2014 mit 108.440 m3 leicht unter dem Vorjahr. Das Wasser stammte zu rund 87 % aus kommunalen Trinkwassernetzen, 13 % waren Grundwasser und gesammeltes Niederschlagswasser (Nutzwasser). Gesunken ist vornehmlich der Verbrauch an Trinkwasser. Die verbrauchte Menge an Niederschlags- und Grundwasser stieg hingegen stark an. Ersteres nutzt die KfW an den Standorten Frankfurt und Berlin für die Außenbewässerung, in Bonn zusätzlich für die Toilettenspülungen. Grundwasser wird am Standort Berlin für die Toilettenspülung und den Kühlturmbetrieb genutzt; die DEG nutzt es in ihrem Kölner Bürogebäude zur Gebäudekühlung. Das hierdurch erwärmte Wasser – täglich max. 1.500 m3 – leitet sie in einen unterirdisch unter dem Gebäude verlaufenden Bach ein. Die Grauwasseranlage, die in der Frankfurter Ostarkade Schmutzwasser für die Toilettenspülung aufbereitete, wurde 2014 stillgelegt, da aufgrund von Nutzungsänderungen im Gebäude ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich war.

Papier zählt zu den wesentlichen Stoffströmen eines Finanzinstituts. Die KfW Bankengruppe bemüht sich, den Verbrauch kontinuierlich zu reduzieren. Im Jahr 2014 gelang das nicht, gegenüber dem Vorjahr erhöhte er sich um rund 4 % auf 386.576 Kilogramm. Gründe hierfür sind neben dem Zuwachs an Personal und Geschäftsvolumen auch der Anstieg an Regularien, etwa durch das Gesetz über das Kreditwesen (KWG), das ein umfangreiches Reporting erfordert. Der Anteil an Recyclingpapier, das mit dem höchsten Umweltsiegel „Blauer Engel“ zertifiziert ist, stieg 2014 am gesamten Papierverbrauch um etwa fünf Prozentpunkte und erreichte mit 80 % wieder das hohe Niveau der Vorjahre. Die KfW setzt es konzernweit vor allem für interne Druck- und Kopiervorgänge ein und erreicht hier eine Quote von 100 % Recyclingpapier. Werbedrucksachen druckt sie ausschließlich auf Papier aus anerkannt nachhaltiger Waldbewirtschaftung, das das FSC-Siegel trägt und einen vordefinierten Anteil an Altpapier enthält („FSC-Mix“). Andere Materialströme fallen gegenüber Papier in der KfW Bankengruppe eher gering aus und werden nicht eigens erfasst.

CO2-Fußabdruck der KfW Bankengruppe

Die KfW Bankengruppe erfasst ihren CO2-Ausstoß nach dem internationalen Standard des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Im Jahr 2014 sank er leicht auf 16.257 Tonnen. Reduziert werden konnten sowohl die Emissionen aus dem direktem Energieverbrauch (Scope 1) wie auch aus dem indirekten (Scope 2). Hauptverantwortlich dafür waren die milde Witterung sowie ein CO2-optimierter Fuhrpark. Die konzernweiten reisebezogenen CO2-Emissionen der Bank stiegen vor allem infolge der Zunahme transkontinentaler Flüge an, ebenso die Emissionen aus externen Veranstaltungen (Scope 3).

Emissionen nach Scopes 2014
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Emissionen nach Scopes 2014 in Tonnen

Abfall und Recycling

Abfälle lässt die KfW konzernweit von zertifizierten Entsorgungsfachunternehmen sammeln, befördern und – soweit dies möglich ist – verwerten. Bei der Vertragsgestaltung achtet sie darauf, dass die Transportwege hierbei möglichst kurz ausfallen. Die Gesamtabfallmenge stieg 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % auf 2.595 Tonnen, hauptsächlich aufgrund einer Lagerauflösung in Frankfurt. Durch den Austausch von IT-Geräten erhöhte sich auch die entsorgte Menge von Elektrogeräten. Gefährlicher Abfall hatte mit 2 % einen geringen Anteil an der Gesamtabfallmenge, fiel aber mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Grund dafür waren die Stilllegung von Kälteerzeugungsanlagen sowie die Bereinigung der technischen Betriebsräume um chemische Stoffe, die nicht mehr benötigt oder nicht mehr einsetzen werden sollen. Die regulär angefallenen gefährlichen Abfälle sind hingegen gesunken.

Weiterführende Kennzahlen zum Betrieblichen Umweltschutz bei der KfW finden Sie unter Umweltkennzahlen.

Mein Nachhaltigkeitsbericht

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