Verantwortungs­volle Beschaffung

Motivbild Verantwortungsvolle Beschaffung: Ihre Lieferanten und Dienstleistungspartner verpflichtet die KfW zur Einhaltung ökologischer, sozialer und ethischer Standards.

Ihre Lieferanten und Dienstleistungspartner verpflichtet die KfW zur Einhaltung ökologischer, sozialer und ethischer Standards. Dafür sorgt die 2012 verabschiedete Nachhaltigkeitsrichtlinie zur verantwortungsvollen Beschaffung. Sie gilt konzernweit für alle Bestellvorgänge und ergänzt die allgemeinen Beschaffungsrichtlinien. Bei Produkten und Dienstleistungen mit erheblichen nachteiligen ökologischen Auswirkungen verlangt die KfW von Lieferanten, dass sie bei sich Grundsätze und Managementsysteme etabliert haben, um diese Auswirkungen zu minimieren. Auftragnehmer der KfW dürfen weder Kinder beschäftigen noch Zwangsarbeit verrichten lassen. Löhne, Zusatzleistungen und Arbeitszeit der Belegschaft müssen mindestens den lokalen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Zudem erwartet die Bank, dass ihre Geschäftspartner weder Bestechung, Preisabsprachen noch andere unlautere Praktiken betreiben und aktiv gegen alle Arten der Korruption eintreten. Zur Umsetzung der Vorgaben aus der Nachhaltigkeitsrichtlinie hat die KfW 2013 die Allgemeinen Einkaufsbedingungen der KfW und der KfW-IPEX-Bank um einen Absatz zu Nachhaltigkeit und Arbeitsschutz ergänzt. Einzelfallabhängig wird die KfW die Vorgaben ihrer Nachhaltigkeitsrichtlinie, wo rechtlich und kommerziell möglich, in allen neu geschlossenen Verträgen abbilden. Inwieweit Lieferanten und Dienstleistungspartner ihre vertraglich vereinbarten Pflichten zur nachhaltigen Leistungserbringung erfüllen, überprüft sie in zumutbarem Umfang.

Das konzernweite Beschaffungsvolumen der KfW lag 2014 mit rund 580 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (2013: 490 Mio. EUR). Es verteilt sich auf die Warengruppen Personaldienstleistungen, Facility Management , IT sowie Marketing und Kommunikation. Von insgesamt rund 2.500 aktiven Auftragnehmern sind rund 95 % in Deutschland und 5 % in anderen OECD-Staaten angesiedelt. Rund 70 % ihres Beschaffungsvolumens schreibt die KfW europaweit formell über die EU-Vergabestelle aus und bezieht damit Grundsätze zu Transparenz, Nichtdiskriminierung und Wettbewerb ein. Als öffentlicher Auftraggeber ist sie dazu ab einem bestimmten Schwellenwert verpflichtet. Soweit vergaberechtlich zulässig, stellt die KfW in den Auftragsbedingungen ihrer europaweiten Ausschreibungen soziale und ökologische Anforderungen, die auf den spezifischen Gegenstand der Beschaffung abgestimmt sind. Dies gilt auch für unterschwellige Lieferungen. Damit stellt die KfW einen fairen Wettbewerb sowie marktgerechte und wirtschaftliche Einkaufskonditionen sicher. Soweit diese einschlägig sind, orientiert sich die KfW zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Produkten oder Herstellern an den Anforderungen und Spezifikationen anerkannter Zertifizierungssysteme wie Blauer Engel, Forest Stewardship Council (FSC), Energy Star und Fair Trade. Halten Lieferanten und Dienstleister die vertraglich vereinbarten ökologischen und sozialen Anforderungen der KfW nicht ein, führt das im Ernstfall zu ihrem Ausschluss.

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